Entwicklung braucht Entschuldung

Um Entwicklung zu finanzieren, nehmen viele ärmere Länder Kredite aus dem Ausland auf. Das ist an sich nichts Schlechtes oder Gefährliches, denn mit dem Geld können sie zum Beispiel in ihre Infrastruktur investieren und so die Leistung der gesamten Volkswirtschaft erhöhen.

Doch wenn Kredite ungeachtet der wirtschaftlichen Leistungsfähigkeit der Schuldner aufgenommen und vergeben werden, dann wird die Rückzahlung zum Problem. In den siebziger und achtziger Jahren führte das zur sogenannten „Schuldenkrise der Dritten Welt“. Heute beobachten wir eine ähnliche Entwicklung: Ärmere Länder in Afrika, Asien und Lateinamerika kommen verhältnismäßig einfach an Geld, denn durch die niedrigen Zinsen im Globalen Norden sind sie für Anleger momentan sehr attraktiv.  

Regeln für die verantwortliche Kreditaufnahme und –vergabe sind wichtig, denn sie machen deutlich, dass Schuldner und Gläubiger gemeinsam die Verantwortung für das Gelingen eines Kreditgeschäfts tragen .

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Aktuelle Neuigkeiten

  • 20.10.2017

    PPP-Manifest: Zivilgesellschaft warnt vor Public Private Partnerships

    Zivilgesellschaftliche Organisationen aus der ganzen Welt fordern von Regierungen reicher Länder, der Weltbank und anderen Entwicklungsbanken, endlich mit der aggressiven Förderung von öffentlich-privaten Partnerschaften (engl. Public Private Partnerships, PPPs) aufzuhören. PPPs sind auf lange Sicht teurer und riskanter, mahnen die 151 unterzeichnenden Organisationen, zu denen auch erlassjahr.de gehört.

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  • vectorfusionart / Shutterstock.com
    19.10.2017

    IWF: Uncle Sams Freunde sind auch meine Freunde …

    Der IWF hat sein „Debt Sustainability Framework“ für Länder mit niedrigem Einkommen überarbeitet. Er weitet den Ermessensspielraum aus, ein Land anders bewerten können, als es die Schuldenindikatoren nahelegen. Das Problem: Der Ermessensspielraum wurde in der Vergangenheit genutzt, um Länder, die im UN-System mit den USA abstimmten, besser zu bewerten.

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Blog

  • Kristina RehbeinKristina Rehbein, erlassjahr.de
    1.12.2017
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    Mosambik-Konferenz: Die Zivilgesellschaft ist wütend, die Regierung versteckt sich

    Für die Konferenz mit dem sperrigen Titel "Economic and Financial Governance in Developing Countries, with Attention to Sovereign Debts" kamen gestern und heute ca. 70 Leute in Maputo auf Einladung der mosambikanischen Grupo da Divida (mosambikanische Schuldengruppe, GMD) zusammen. Im Vordergrund stand natürlich der Skandal um die versteckten Schulden in…

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  • Kristina RehbeinKristina Rehbein, erlassjahr.de
    29.11.2017
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    Wie weiter mit den Schuldenkrisen im Globalen Süden? Internationale Konferenz in Maputo

    Vom 30. November bis 1. Dezember kommen Entschuldungsbewegungen aus Subsahara-Afrika, Lateinamerika und Europa in Maputo in Mosambik zusammen, um über die nächste globale Schuldenkrise zu diskutieren. Der Tagungsort ist besonders, denn Mosambik ist einer der bemerkenswertesten Fälle der neuen Schuldenkrisen im Globalen Süden. Anfang des Jahres musste das Land seinen…

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