Entwicklung braucht Entschuldung

Um Entwicklung zu finanzieren, nehmen viele ärmere Länder Kredite aus dem Ausland auf. Das ist an sich nichts Schlechtes oder Gefährliches, denn mit dem Geld können sie zum Beispiel in ihre Infrastruktur investieren und so die Leistung der gesamten Volkswirtschaft erhöhen.

Doch wenn Kredite ungeachtet der wirtschaftlichen Leistungsfähigkeit der Schuldner aufgenommen und vergeben werden, dann wird die Rückzahlung zum Problem. In den siebziger und achtziger Jahren führte das zur sogenannten „Schuldenkrise der Dritten Welt“. Heute beobachten wir eine ähnliche Entwicklung: Ärmere Länder in Afrika, Asien und Lateinamerika kommen verhältnismäßig einfach an Geld, denn durch die niedrigen Zinsen im Globalen Norden sind sie für Anleger momentan sehr attraktiv.  

Regeln für die verantwortliche Kreditaufnahme und –vergabe sind wichtig, denn sie machen deutlich, dass Schuldner und Gläubiger gemeinsam die Verantwortung für das Gelingen eines Kreditgeschäfts tragen .

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Aktuelle Neuigkeiten

  • 17.3.2017

    Schuldenreport 2017 in Baden-Baden vorgestellt

    Am 17. März 2017 stellten erlassjahr.de und das Werk für Entwicklungszusammenarbeit Misereor den Schuldenreport 2017 der Presse vor. Bei der gut besuchten Pressekonferenz präsentierte Jürgen Kaiser, Politischer Koordinator von erlassjahr.de die Hauptergebnisse des Reports: "116 Länder weisen Verschuldungsindikatoren über den kritischen Grenzewerten auf. Das sind 33 mehr als noch vor zwei Jahren. Besonders…

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  • 8.3.2017

    G20-Finanzminister zu Aktion am 17. März eingeladen

    Die Aktion „Schuldenschnitt“ steht im Mittelpunkt unseres Aktionstags am 17. März in Baden-Baden. Während sich die Finanzministerinnen und Finanzminister der G20-Staaten im Casino treffen, stehen direkt gegenüber und sorgen dafür, dass die Stimmen unserer Debt20 gehört werden! Eine hohe Schuldenlast schnürt den Staaten die Luft ab – das werden wir…

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