Argentinien

Allgemeines zur Wirtschaft Argentiniens

Argentinien, eine der stärksten Volkswirtschaften in Südamerika, hat eine recht solide Wirtschaft. Der landwirtschaftliche Sektor, die Nahrungsmittelindustrie und Viehzucht tragen rund 20% zum Bruttoinlandsprodukt bei, Handel und Dienstleistungen (vor allem Finanzsektor und Einzelhandel) ca. 50% und die verarbeitende Industrie (z.B. Automobilindustrie) macht einen weiteren wichtigen Teil aus. Dabei profitiert die Wirtschaft Argentiniens von einem recht starken privaten Konsum und einem gut funktionierenden Binnenmarkt in Südamerika. Das Land verfügt über solide Rohstoffvorkommen (Agrarrohstoffe, Metalle und Mineralien), so dass vor allem der Bergbau als ein zukunftsträchtiger Wirtschaftszweig gilt. Auch Argentinien wurde von der internationalen Finanzkrise beeinflusst, so dass das Land 2009 zum ersten Mal seit Jahren ein recht hohes fiskalisches Defizit verzeichnen musste. 2010 erlebte Argentinien jedoch aufgrund einer hohen internationalen Nachfrage nach Agrarrohstoffen wieder einen wirtschaftlichen Aufschwung, auch wenn das Defizit auch durch Devisenreserven und Zahlungen der Zentralbank finanziert wurde.

 

Aktuelle Verschuldung:

IndikatorAusprägungGrenzwert
Auslandsverschuldung im Verhältnis zum Bruttonationaleinkommen (%)25,440
Auslandsverschuldung im Verhältnis zu den jährlichen Exporteinnahmen (%)218150
Jährlicher Schuldendienst im Verhältnis zu den jährlichen Exporteinnahmen (%)13,7*15
Öffentliche Verschuldung im Verhältnis zum BIP (%)45,349
Öffentliche Verschuldung im Verhältnis zu den öffentlichen Einnahmen (%)127,7200
Auslandsschuldenstand (US-Dollar)147 Mrd.
Schuldendienst: Zinsen und Tilgungen an ausländische Gläubiger (US-Dollar)13,512 Mrd.*

Erklärung zu den Indikatoren und Grenzwerten

Stand: 2014
* 2013

 

Entschuldungsstatus:

Multilateral: HIPC noch nicht umgesetzt
Bilateral: Pariser Club Umschuldungen: 1956, 1962, 1965, 1985, 1987, 1989, 1991, 1992 (Classic), 2014 (Ad Hoc)
Privat:  1985, 1987, 1993, 2005

Einschätzung des Verschuldungsrisikos durch IWF und Weltbank: keine Einschätzung vorgenommen worden

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