Burkina Faso

Allgemeines zur Wirtschaft Burkina Fasos

Burkina Faso gehört zu den ärmsten Ländern der Welt und ist ein Binnenstaat in Afrika, welcher sehr stark von seinen Baumwoll- und Goldexporten abhängig ist. Das Land besitzt wenig natürliche Ressourcen und eine kaum entwickelte industrielle Basis. Über 90% der Bevölkerung ist in der Agrarwirtschaft beschäftigt, deren Erzeugnisse von Wetterschwankungen stark beeinflusst werden. Die Klimaverletzlichkeit, die ungünstige Binnenlage mit hohen Transportkosten, der Mangel an Rohstoffen und preisgünstigen Energiequellen sowie das geringe Ausbildungs- und Produktivitätsniveau sind einige von zahlreichen Standortsnachteilen, die die Wirtschaftsentwicklung des Landes beeinträchtigen und auch in absehbarer Zukunft in erheblichem Maße beeinträchtigen werden. Die Förderung des Investitionsklimas unter anderem durch Gesetzesänderungen, begünstigte den Bergbausektor, sodass Burkina Faso einen Aufschwung in der Goldexploration und -produktion erlebte.

 

Aktuelle Verschuldung:

IndikatorAusprägungGrenzwert
Auslandsverschuldung im Verhältnis zum Bruttonationaleinkommen (%)20,540
Auslandsverschuldung im Verhältnis zu den jährlichen Exporteinnahmen (%)91,3150
Jährlicher Schuldendienst im Verhältnis zu den jährlichen Exporteinnahmen (%)2,815
Öffentliche Verschuldung im Verhältnis zum BIP (%)28,549
Öffentliche Verschuldung im Verhältnis zu den öffentlichen Einnahmen (%)133,2200
Auslandsschuldenstand (US-Dollar)2,543 Mrd.
Schuldendienst: Zinsen und Tilgungen an ausländische Gläubiger (US-Dollar)91,488 Mio.

Erklärung zu den Indikatoren und Grenzwerten

Stand: 2014

 

Entschuldungsstatus:

Multilateral: HIPC-Decision Point 2000- Completion Point 2002
Bilateral: Pariser Club Umschuldungen: 1991 (Toronto), 1993 (London), 1996 (Naples), 2000 (Cologne), 2002 (HIPC-Exit)
Privat:  Keine Umschuldungen

Einschätzung des Verschuldungsrisikos durch IWF und Weltbank: Hoch

 

Entwicklung Schuldenindikatoren/Risiken für Verschuldung:

  • Die Erhöhung der internationalen Lebensmittel – und Energiepreise 2008, die globale Finanzkrise und eine schwere Flut im September 2009 haben Schäden von 2% des Bruttoinlandsprodukts verursacht. Diese haben die Wirtschaft massiv negativ getroffen und hohe Notausgaben erforderlich gemacht, die vor allem die fiskalische Gefahr erhöhen.
  • Eine zu geringe Mobilisierung von externen Hilfszuschüssen kann bei hoher Finanzierungsnot und fehlenden Staatseinnahmen zu massiven Problemen Burkina laut IWF / Weltbank führen.
  • sehr verletzlich im Hinblick auf Export- und Wachstumsschocks

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