Mauritius

Allgemeines zur Wirtschaft von Mauritius:

Mauritius zählt zu den Ländern Afrikas mit dem höchsten Pro-Kopf-Einkommen. Dies ist vor allem der stabilen politischen Lage geschuldet, die hohe Investitionen aus dem Ausland ermöglicht. Der Export von Rohrzucker, die Tourismusindustrie und die Textilindustrie gehören zu den wichtigsten Wirtschaftssektoren. Der Dienstleistungssektor macht dabei mehr als 70% des Bruttoinlandprodukts aus. Mauritius ist – wie viele Inselstaaten – von regelmäßigen Naturkatastrophen bedroht und damit besonderes Opfer des Klimawandels. Durch Naturkatastrophen und fallende Zuckerpreise auf dem Weltmarkt ist das Wirtschaftswachstum und damit auch die Schuldentragfähigkeit des Landes bedroht.

Aktuelle Verschuldung:

IndikatorAusprägungGrenzwert
Auslandsverschuldung im Verhältnis zum Bruttonationaleinkommen (%)90,940
Auslandsverschuldung im Verhältnis zu den jährlichen Exporteinnahmen (%)86,2150
Jährlicher Schuldendienst im Verhältnis zu den jährlichen Exporteinnahmen (%)16,815
Öffentliche Verschuldung im Verhältnis zum BIP (%)56,149
Öffentliche Verschuldung im Verhältnis zu den öffentlichen Einnahmen (%)272,2200
Auslandsschuldenstand (US-Dollar)11,288 Mrd.
Schuldendienst: Zinsen und Tilgungen an ausländische Gläubiger (US-Dollar)3,512 Mrd.

Erklärung zu den Indikatoren und Grenzwerten

Stand: 2014

 

Entschuldungsstatus:

Multilateral: HIPC noch nicht umgesetzt
Bilateral: Pariser Club Umschuldungen: k.A.
Privat:  Keine Umschuldungen

Einschätzung des Verschuldungsrisikos durch IWF und Weltbank: Keine Einschätzung vorgenommen worden.

 

Entwicklung der Verschuldungsindikatoren / Risiken für die Schuldentragfähigkeit:

Mauritius ist – ungeachtet von Reformpolitik und stärkerer Diversifizierung – nach wie vor anfällig für externe Schocks wie Finanzkrisen, den Verfall von Rohstoff-/ Nahrungsmittelpreisen, aber auch Wechselkursschwankungen. Dies kann negative Auswirkungen auf die Schuldensituation haben.