Mikronesien

Allgemeines Zur Wirtschaft Mikronesiens: 

Das Wachstum hat in den vergangenen Jahren stagniert. Rund zwei Drittel der Bevölkerung sind bei der Regierung angestellt, etwa 30 Prozent der Bevölkerung leben unterhalb der Armutsgrenze. Die wirtschaftliche Entwicklung der einzelnen Bundesstaatem verläuft zum Teil recht unterschiedlich. Haupterwerbszweige sind die Landwirtschaft, der Fischfang und der Tourismus. Angebaut werden Kokosnüsse, Pfeffer, Bananen und Süßkartoffeln. Wichtigste Ausfuhrprodukte sind Kopra, Fisch und kunsthandwerkliche Erzeugnisse. Die mikronesische Wirtschaft ist wegen der geringen Größe und isolierten Lage des Landes auf dem Weltmarkt nur beschränkt wettbewerbsfähig. Touristisch ist der Inselstaat, trotz seines Potentials, bisher nur in geringem Umfang erschlossen. Die abgeschiedene Lage, der Mangel an Infrastruktur und die schlechte Erreichbarkeit für den internationalen Luftverkehr drücken das Wachstum des Tourismussektors.

Aktuelle Verschuldung:

IndikatorAusprägungGrenzwert
Auslandsverschuldung im Verhältnis zum Bruttonationaleinkommen (%)30,440
Auslandsverschuldung im Verhältnis zu den jährlichen Exporteinnahmen (%)106,0150
Jährlicher Schuldendienst im Verhältnis zu den jährlichen Exporteinnahmen (%)k.A.15
Öffentliche Verschuldung im Verhältnis zum BIP (%)26,949
Öffentliche Verschuldung im Verhältnis zu den öffentlichen Einnahmen (%)38,3200
Auslandsschuldenstand (US-Dollar)93,6 Mio.*
Schuldendienst: Zinsen und Tilgungen an ausländische Gläubiger (US-Dollar)k.A.

Erklärung zu den Indikatoren und Grenzwerten

Stand: 2014
* 2013

Entschuldungsstatus:

Multilateral: HIPC noch nicht umgesetzt
Bilateral: Pariser Club Umschuldungen: k.A.
Privat:  Keine Umschuldungen

Einschätzung des Verschuldungsrisikos durch IWF und Weltbank: Hoch

 

Entwicklung der Verschuldungsindikatoren / Verwundbarkeiten im Hinblick auf Schuldentragfähigkeit:

Problematisch, vor allem für die Landwirtschaft, sind regelmäßig auftretende Taifune und Wassermangel. Diese und andere Naturphänomene führen mitunter zu großen Ernteverlusten. Zu den Schlüsselproblemen des Landes gehören das anhaltende Defizit des Staatshaushaltes und ein chronisches Außenhandelsdefizit. Die Importe übersteigen regelmäßig die Exporte um ein Vielfaches.

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