Myanmar

Allgemeines zur Wirtschaft Myanmars
Myanmar (auch Burma genannt) leidet unter einer Militärdiktatur, ineffizienter Wirtschaftspolitik und hoher Korruption. Das Land gehört zu den ärmsten der Welt. Heute hindern riesige Ausgaben für Militär, Polizei und Geheimdienste, die seit Jahren über 50% des Staatsbudgets einnehmen, die wirtschaftliche Entwicklung. 70% der erwerbstätigen Bevölkerung arbeitet in der Landwirtschaft; hier werden 60% des BIP erzeugt, während andere Sektoren wie Industrie, Tourismus und Dienstleistungen aufgrund von schlechter Infrastruktur und Handelspolitik nur einen geringen Teil ausmachen. Die Bodenschätze Myanmars sind Jade und zahlreiche Edelsteine. Einzigartig ist das Vorkommen von Painit. Gold wird ebenfalls gefördert, wie auch Erdöl und Erdgas. Die wichtigsten Exportgüter sind Erdgas und land- und forstwirtschaftliche Erzeugnisse, während die Importe zu einem großen Teil aus Konsumgütern, Halbfertigwaren und Investitionsgütern bestehen. Die globale Finanzkrise 2008-2009 traf Myanmar im Hinblick auf verringerte Exporte, weniger innerstaatlichen Konsum und einen Rückgang von Rücküberweisungen von Migrant/innen im Ausland.

Aktuelle Verschuldung:

IndikatorAusprägungGrenzwert
Auslandsverschuldung im Verhältnis zum Bruttonationaleinkommen (%)14,440
Auslandsverschuldung im Verhältnis zu den jährlichen Exporteinnahmen (%)45,4150
Jährlicher Schuldendienst im Verhältnis zu den jährlichen Exporteinnahmen(%)2,915
Öffentliche Verschuldung im Verhältnis zum BIP (%)31,649
Öffentliche Verschuldung im Verhältnis zu den öffentlichen Einnahmen (%)108,9200
Auslandsschuldenstand (US-Dollar)6,351 Mrd.
Schuldendienst: Zinsen und Tilgungen an ausländische Gläubiger (US-Dollar)62,035 Mio.

Erklärung zu den Indikatoren und Grenzwerten

Stand: 2014

 

Entschuldungsstatus:

Multilateral: HIPC noch nicht durchgesetzt
Bilateral: Pariser Club Umschuldungen: 2013 (Ad Hoc)
Privat:  Keine Umschuldungen

Einschätzung des Überschuldungsrisikos durch IWF und Weltbank: Niedrig

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