Ost-Timor

Allgemeines zur Wirtschaft Ost-Timors

Die Landwirtschaft von Ost-Timor ist weitestgehend auf Subsistenzwirtschaft ausgerichtet und beschäftigt etwa 75% der Bevölkerung. Wichtigstes Exportgut ist Kaffee. Zunehmend werden auch Vanille, Kakao und Erdnüsse für den Export angebaut. Mangelhafte Infrastruktur und nur wenig qualifizierte Fachkräfte, z.B. für das produzierende Gewerbe, hemmen die Wirtschaftsentwicklung enorm.

Ost-Timor ist vom Import von Nahrungsmitteln aus dem Ausland abhängig, was je nach Preisentwicklung auf dem Weltmarkt zu starken Belastungen des Staatshaushaltes führen kann. Die wichtigsten Importgüter sind Fahrzeuge, Raffinerieprodukte und Nahrungsmittel. Dem hohen Importbedarf, vor allem bedingt durch das Fehlen einer eigenen leistungsfähigen industriellen Basis, steht allein Kaffee als nennenswertes Exportgut gegenüber, dessen Exportpotential nicht nur aufgrund der mangelhaften Infrastruktur bisher nur teilweise ausgeschöpft wurde.

 

Aktuelle Verschuldung:

IndikatorAusprägungGrenzwert
Auslandsverschuldung im Verhältnis zum Bruttonationaleinkommen (%)0,540
Auslandsverschuldung im Verhältnis zu den jährlichen Exporteinnahmen (%)0,0150
Jährlicher Schuldendienst im Verhältnis zu den jährlichen Exporteinnahmen (%)0,015
Öffentliche Verschuldung im Verhältnis zum BIP (%)0,549
Öffentliche Verschuldung im Verhältnis zu den öffentlichen Einnahmen (%)0,0200
Auslandsschuldenstand (US-Dollar)k.A.
Schuldendienst: Zinsen und Tilgungen an ausländische Gläubiger (US-Dollar)k.A.

Erklärung zu den Indikatoren und Grenzwerten

Stand: 2014

Entschuldungsstatus:

Multilateral: HIPC noch nicht umgesetzt
Bilateral: Pariser Club Umschuldungen: k.A.
Privat:  Keine Umschuldungen

Einschätzung des Verschuldungsrisikos durch IWF und Weltbank: niedrig