St. Kitts & Nevis

Allgemeines zur Wirtschaft St. Kitts und Nevis

Der ostkaribische Inselstaat ist stark verschuldet. Die Wirtschaft des Landes ist sehr von den Einnahmen aus dem Tourismus abhängig, der seit 1970 die Zuckerindustrie als damalige Haupteinnahmequelle ablöste. Der Zuckeranbau wurde 2005 endgültig eingestellt, nachdem schon länger keine rentable Produktion stattfinden konnte. Seitdem versucht die Regierung den landwirtschaftlichen Sektor und den Tourismus auszubauen sowie die Produktion von Exportgütern im maschinellen Bereich. Das solide Wirtschaftswachstum, das St. Kitts und Nevis vor allem zwischen 2004 und 2006 erreichte, war maßgeblich auf Zuwächse im touristischen Bereich zurückzuführen. Der starke Rückgang von touristischen Aktivitäten in Folge der weltweiten Wirtschafts- und Finanzkrise traf St. Kitts und Nevis daher wirtschaftlich besonders hart. Auch die hohe Verletzlichkeit hinsichtlich Naturkatastrophen hemmt die Wirtschaft des Landes massiv. Im Oktober 2008 verursachte Hurrikan „Omar“ schwere Schäden, u.a. an der touristischen Infrastruktur.

Aktuelle Verschuldung:

IndikatorAusprägungGrenzwert
Auslandsverschuldung im Verhältnis zum Bruttonationaleinkommen (%)34,440
Auslandsverschuldung im Verhältnis zu den jährlichen Exporteinnahmen (%)88,8150
Jährlicher Schuldendienst im Verhältnis zu den jährlichen Exporteinnahmen (%)14,415
Öffentliche Verschuldung im Verhältnis zum BIP (%)79,949
Öffentliche Verschuldung im Verhältnis zu den öffentlichen Einnahmen (%)190,3200
Auslandsschuldenstand (US-Dollar)156,100 Mio.
Schuldendienst: Zinsen und Tilgungen an ausländische Gläubiger (US-Dollar)k.A.

Erklärung zu den Indikatoren und Grenzwerten

Stand: 2014


Entschuldungsstatus:

Multilateral: HIPC noch nicht umgesetzt
Bilateral: Pariser Club Umschuldungen: 2012 (Classic)
Privat:  2012

Einschätzung des Verschuldungsrisikos durch IWF und Weltbank: keine Einschätzung vorgenommen worden

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