Süd-Sudan

Nach Jahrzehnten des Bürgerkrieges mit dem Sudan, sind Industrie und Infrastruktur des Binnenstaates stark unterentwickelt, was weit verbreitete Armut zur Folge hat. Subsistenzwirtschaft ist für den Großteil der Bevölkerung der Schlüssel zum Überleben. Die Zentralbank hat mit dem Süd-Sudanesischen Pfund eine eigene Währung herausgebracht und dabei lediglich eine kurze Phase zum Umtausch der alten Währung ermöglicht.
Der Süd-Sudan verfügt über wenig ausgebaute Infrastruktur (nur ca. 250 km gepflasterte Straßen), Energie wird überwiegend durch Dieselgeneratoren gewonnen und fließendes und trinkbares Wasser sind knapp. Insgesamt ist das Land stark abhängig von Importen von Gütern, Dienstleistungen und Kapital, welche vor allem aus Uganda, Kenia und dem Sudan kommen.
Allerdings verfügt der Süd-Sudan über reiche Rohstoffvorkommen. Vor der Erlangung der Unabhängigkeit im Jahr 2011 produzierte der Süd-Sudan fast 75% der gesamten Menge von einer halben Million Barrel Öl pro Tag. Die Regierung bezieht fast 98% ihrer Mittel aus den Gewinnen der Erdölförderung.
Das Land erhielt seit 2005 mehr als 4 Mrd. US-Dollar an Hilfen, größtenteils aus Großbritannien, den USA, Norwegen und den Niederlanden.

Aktuelle Verschuldung:

IndikatorAusprägungGrenzwert
Auslandsverschuldung im Verhältnis zum Bruttonationaleinkommen (%)k.A40
Auslandsverschuldung im Verhältnis zu den jährlichen Exporteinnahmen (%)k.A.150
Jährlicher Schuldendienst im Verhältnis zu den jährlichen Exporteinnahmen (%)k.A.15
Öffentliche Verschuldung im Verhältnis zum BIP (%)20,249
Öffentliche Verschuldung im Verhältnis zu den öffentlichen Einnahmen (%)71,0200
Auslandsschuldenstand (US-Dollar)k.A.
Schuldendienst: Zinsen und Tilgungen an ausländische Gläubiger (US-Dollar)k.A.

Erklärung zu den Indikatoren und Grenzwerten

Stand: 2014


Entschuldungsstatus:

Multilateral: HIPC noch nicht umgesetzt
Bilateral: Pariser Club Umschuldungen: k.A.
Privat:  Keine Umschuldungen

Einschätzung des Verschuldungsrisikos durch IWF und Weltbank: Mittel