Hurrikan Irma: Antigua und Barbuda braucht Schuldenmoratorium

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In der Nacht zum 7. September zerstörte Hurrikan Irma – der stärkste je gemessene Wirbelsturm – 95 Prozent der Karibikinsel Barbuda. Die Kosten für den Wiederaufbau belaufen sich nach ersten Schätzungen des Premierministers von Antigua und Barbuda Gaston Browne auf 150 Millionen US-Dollar.

Die Direktorin des Internationalen Währungsfonds Christine Lagarde kündigte schnelle Hilfe für die betroffenen Länder an. Als Hocheinkommensland hat Antigua und Barbuda aber lediglich Zugang zur Rapid Financial Institution ,die marktmäßig verzinste Kredite bereitstellt.

Statt teurer Kredite braucht es ein sofortiges Schuldenmoratorium. Denn schon direkt am Tag nach der Katastrophe wurde eine Schuldendienstzahlung an den IWF fällig. Geld, das dringend für humanitäre Hilfe und den Wiederaufbau gebraucht wird.

erlassjahr.de fordert vom Internationalen Währungsfonds:

  • ein sofortiges Moratorium aller Schuldendienstzahlungen Antigua und Barbudas;
  • politischen Druck auf andere multi- und bilaterale Gläubiger, ihre Forderungen ebenfalls auszusetzen;
  • gleiche Regeln für alle von Hurrikan Irma betroffenen Länder und
  • die Schaffung einer Entschuldungsinitiative für hochverschuldete karibische Staaten, welche eine schnelle Einstellung des Schuldendienstes im Falle von Naturkatastrophen ermöglicht.