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5.7.6.7. | Hamburg

Gipfel für globale Solidarität

Die Alternative zum Gipfel der selbsternannten G20: 11 Podien + 70 Workshops mit vielen internationalen Gästen

Infos unter: solidarity-summit.org

Podien und Workshops mit Beteiligung der Debt20 von erlassjahr.de

Podium 2: Gemeingüter weltweit schützen – grenzenlos solidarisch gegen Privatisierung

Mittwoch, 5. Juli 2017: 16:30 bis 18:30 Uhr

In Reaktion auf die Finanzkrise 2008 sollten innerhalb der G20 globale Regeln für eine stabile Finanzwirtschaft vereinbart werden, um diese in ihre Grenzen zu verweisen. Stattdessen ist der Finanzsektor weiter angewachsen. Auf der Suche nach immer neuen renditestarken Anlagemöglichkeiten geraten zunehmend öffentliche Infrastrukturen der Daseinsvorsorge in den Blick. Institutionelle Anleger wie Versicherungen oder Rentenfonds werden für Öffentlich-Private-Partnerschaften mobilisiert. Das ist ein weltweites Phänomen, das insbesondere die G20 im Rahmen ihrer Wachstums- und Investitionsstrategien global vorantreibt und gegen das wir uns global wehren müssen.

Welche sozialen und ökologischen Folgen hat diese Entwicklung? Was heißt das für die gemeinwohlorientierte Versorgung mit Wohnraum, Wasser, Energie, Krankenpflege und für das Verhältnis zwischen Bürger/innen und Kommunalverwaltungen? Was bedeutet dieses Modell für Länder des globalen Südens, konkret z.B. für Afrika, wo die deutsche G20-Präsidentschaft Investitionsinitiativen in sogenannten Partnerschaften besonders vorantreiben will?

  • Nancy Alexander (Heinrich-Böll-Stiftung, Washington)
  • Jana Mattert (Gemeingut in BürgerInnenhand, Berlin)
  • Fanwell Kenala Bokosi (Afrodad, Simbabwe)
  • Moderation: Markus Henn (Weed)

 

Workshop: Debt Bondage in the Western Balkans and European Semi-periphery

Mittwoch, 5. Juli 2017: 13:00 bis 15:00 Uhr

The workshop presents the innovative research of CSOs from the Western Balkans on the interlinked crises of public debt, tax injustice, and predatory privatization in the areas of energy and social services.

The sovereign debt crisis in the Western Balkans has long been overshadowed by the ongoing crisis in the Eurozone periphery. Instead of sustainable debt resolution and economic policies focused on sustainable development, the model promoted by the international financial institutions (IFIs) since the 1980ies for the region is based on import and debt-led growth at the expense of the productive sector and the environment. Since the collapse of this model in 2007, sovereign debt has risen vertiginously, as the IFIs have once again returned to the region to finance the repayment of private debt to foreign banks on the back of austerity, rising inequality, and new openings for extractivism and privatization of public services.

During the discussion, the desired future direction of the G20 with respect to the mentioned issues shall be discussed. Furthermore, policy alternatives shall be presented.

 

Podium 5: Weltweit gegen Neoliberalismus und für Demokratie

Donnerstag, 6. Juli 2017, 10:00 bis 12:00 Uhr

Die neoliberale Globalisierung höhlt Demokratie aus, sie befördert Privatisierung von Gemeingütern, stärkt die Macht globaler Konzerne und verschärft globale Ungleichheit. Deutlich erkennbar ist das bei der Auseinandersetzung um Freihandelsabkommen wie TTIP, CETA, TISA oder NAFTA, aber auch an den gemeinwohlschädlichen Austeritätspolitiken. Das betrifft die Länder des globalen Südens seit Jahrzehnten ebenso wie gegenwärtig das EU-Mitglied Griechenland. Gegen neoliberale Politik regt sich weltweit Widerstand.

Gegenstand des Podiums sind die Mechanismen und das Zusammenspiel dieser neoliberalen Politiken. Darüber hinaus diskutieren wir Fragen nach den zukünftigen Perspektiven: Welche Strategien braucht es, um diese Tendenzen umzukehren? Wie kann Globalisierung gerecht gestaltet werden, und wie können gerechte und demokratische Alternativen entstehen? Wie kann der Schulterschluss neuer rechter Regierungen in Lateinamerika mit der Freihandelspolitik der EU aufgehalten werden? Wie kann Griechenland dem eisernen Griff der EU-Austeritätspolitik entzogen werden?

  • Marica Frangakis (Nicos Poulantzas Institut, Griechenland) (angefragt)
  • Nick Dearden (Global Justice Now)
  • Alberto Acosta (Präsidentschaftskandidat 2013 für indigene Partei Pachakutik, Ecuador)
  • Moderation: N.N.

 

Ausschreibung der Veranstalter

Warum ein Alternativgipfel? Die G20 verteidigt ein System, das die soziale Ungleichheit auf die Spitze treibt. Wir zeigen die Zusammenhänge der globalen Probleme auf und diskutieren Alternativen, die zu einer Lösung führen können.

Wie überwinden wir Armut, Ausbeutung, Unterdrückung, Krieg und Naturzerstörung? Wie können wir soziale und demokratische Rechte global durchsetzen? Wie bekämpfen wir effektiv Rassismus, Frauenfeindlichkeit und Homophobie? Wie erreichen wir ein solidarisches Gemeinwesen, das auf Kooperation und Selbstbestimmung basiert? Wie sieht eine Wirtschaft aus, die dem Menschen dient?

Wir sind überzeugt: eine andere Politik ist möglich! Deshalb versammeln wir uns beim Gipfel für globale Solidarität! Auf 11 Podien und in 70 Workshops tragen wir mit WissenschaftlerInnen, AktivistInnen und PolitikerInnen aus über 20 Ländern unsere Kritik an der herrschenden Politik zusammen, tauschen uns über Alternativen aus und beraten Strategien zur Durchsetzung einer solidarischen Welt.

Unser Alternativgipfel wird getragen von einem breiten Bündnis aus 65 Initiativen und Organisationen. Werdet Teil der solidarischen Alternativen! Kommt am 5. + 6. Juli nach Hamburg!

Der »Gipfel für globale Solidarität« versteht sich als Teil der vielfältigen Protestaktionen anlässlich des G20-Treffens in Hamburg. Er wird gefördert durch die Norddeutsche Stiftung für Umwelt und Entwicklung (NUE).

 

Details

Beginn:
5.7.
Ende:
6.7.
Webseite:
http://solidarity-summit.org/
Veranstaltungsort:
Kampnagel Internationale Kulturfabrik
Jarrestraße 20, Hamburg

Veranstalter

Vorbereitungskreis Gipfel für globale Solidarität