Entwicklung braucht Entschuldung

Um Entwicklung zu finanzieren, nehmen viele ärmere Länder Kredite aus dem Ausland auf. Das ist an sich nichts Schlechtes oder Gefährliches, denn mit dem Geld können sie zum Beispiel in ihre Infrastruktur investieren und so die Leistung der gesamten Volkswirtschaft erhöhen.

Doch wenn Kredite ungeachtet der wirtschaftlichen Leistungsfähigkeit der Schuldner aufgenommen und vergeben werden, dann wird die Rückzahlung zum Problem. In den siebziger und achtziger Jahren führte das zur sogenannten „Schuldenkrise der Dritten Welt“. Heute beobachten wir eine ähnliche Entwicklung: Ärmere Länder in Afrika, Asien und Lateinamerika kommen verhältnismäßig einfach an Geld, denn durch die niedrigen Zinsen im Globalen Norden sind sie für Anleger momentan sehr attraktiv.

Regeln für die verantwortliche Kreditaufnahme und –vergabe sind wichtig, denn sie machen deutlich, dass Schuldner und Gläubiger gemeinsam die Verantwortung für das Gelingen eines Kreditgeschäfts tragen .

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Aktuelle Neuigkeiten

  • 20.5.2020

    Argentinien: „Wir können nicht mehr zahlen“

    In einer Stellungnahme in der Financial Times findet der argentinische Finanzminister Martín Guzmán drastische Worte: „Ich muss es so klar und deutlich sagen: Wir können nicht mehr zahlen!“ Zu hoch sei die Schuldenlast, zu groß die Bedrohung durch Covid-19. Bereits jetzt lebt ein Drittel der Argentinierinnen und Argentinier in Armut.…

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  • 27.4.2020

    Corona-Krise: UNO fordert Umdenken im Umgang mit Schuldenkrisen

    Beim virtuellen informellen Treffen des Financing for Development-Forums am 23. April 2020 forderte der UN-Generalsekretär ein Umdenken im Umgang mit der globalen Schuldenkrise. Die UN-Konferenz für Handel und Entwicklung (UNCTAD) legte einen Vorschlag für einen verbesserten Umgang mit Staatsschuldenkrisen vor. Das Financing for Development-Forum dient dem Austausch unter den Mitgliedsstaaten…

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