78 Wissenschaftler/innen aus 22 Ländern fordern ein geordnetes Staateninsolvenzverfahren

Jürgen Kaiser, erlassjahr.de
23. Juli 2014

Die Staatsschuldenkrise im Euroraum hat zahlreiche Vorschläge für eine geordnete Staateninsolvenz hervorgebracht. Ihr Ziel ist eine raschere und effizientere Krisenbekämpfung als dies nach 2008 gelang. Mit dem jüngsten Vorschlag des ZEW in Mannheim, der auf einen Mechanismus in der Eurozone fokussiert ist, ist eine weitere Facette dazu gekommen.

Wie breit in der Wissenschaft die Forderung nach einem rechtsstaatlichen Umgang mit Staatsschuldenkrisen getragen wird, lässt sich auch an der Unterstützung für den von erlassjahr.de initiierten Wissenschcaftler-Appell für ein geordnetes Staateninsolvenzverfahren ablesen. 78 Wissenschaftler/innen aus 22 Ländern auf allen Kontinenten erinnern mittlerweile daran, dass nicht nur die Eurozone betroffen ist. Von 35 gerade erst unter der Kölner Schuldeninitiative (HIPC/MDRI) entschuldeten Ländern weltweit weisen bereits 7 wieder ein hohes und weitere 16 ein mittelgroßes Risiko erneuter Überschuldung auf.

Zu den Unterzeichnern gehören u.a. der ehemalige Vize-Generalsekretär der UNO, José-Antonio Ocampo, Ex-Bundesfinanzsstaatssekretär Heiner Flassbeck und der Ecuadorianische Ex-Minister und Parlamentspräsident Alberto Acosta.

 

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