G7: Globale Gerechtigkeit #stattSchuldendienst

Die Corona-Pandemie hat die Verschuldungssituation im Globalen Süden verschärft: 135 von 148 Ländern sind kritisch verschuldet. Mehr als dreimal so viele Länder wie vor der Pandemie sind bereits in einer Schuldenkrise oder unmittelbar von Überschuldung bedroht. Die Auswirkungen des russischen Angriffskriegs gegen die Ukraine – wie steigende Energie- und Rohstoffpreise – drohen die wirtschaftlichen Aussichten vieler Länder dramatisch zu verschlechtern.

Anders als für kritisch verschuldete Privat­personen oder Unternehmen gibt es auf internationaler Ebene bisher kein ­faires und effizientes Verfahren für die ­Restrukturierung von Staatsschulden. Kritisch verschuldete Staaten müssen ihren Schuldendienst daher auch dann weiter bedienen, wenn dies zu unzumutbaren Kosten für die eigene Bevölkerung führt.

Nahezu alle Gläubiger, darunter auch die G7-Staaten, erkennen die Notwendigkeit an, dass zeitnah umfassende Schuldenerlasse gewährt werden müssen. Nur so können die nachhaltigen Entwicklungsziele der Vereinten Nationen noch erreicht werden.

Private Gläubiger – also Banken und Fonds – weigern sich jedoch, sich an Schuldenerlassen zu ­beteiligen. Dies ist besonders problematisch, da sie rund 60 Prozent der Forderungen an Länder im Globalen Süden halten. Eine nachhaltige Lösung kann nur gefunden werden, wenn auch sie zu Schuldenerlassen verpflichtet werden!

Warum sind die G7-Staaten in der Verantwortung?

Die meisten privaten Gläubiger haben ihren Sitz in westlichen Ländern, z.B. die Investmentgesellschaften ­BlackRock in New York oder die DWS Investment Group in Frankfurt am Main. Die G7-Staaten könnten nationale Gesetze erlassen, die Privatgläubiger verbindlich zur Beteiligung an Schuldenerlassen verpflichten. Doch stattdessen setzt die G7 bislang nur auf moralische Appelle – ohne Erfolg!

Wir fordern die G7 auf:

>>  konkrete Schritte zur Lösung der Schulden­krise im Globalen Süden zu unternehmen und

>>  private Gläubiger endlich in die Pflicht zu nehmen!

Termine

Mittwoch, 11. Mai 2022, 16:00 Uhr: G7 – Globale Gerechtigkeit #stattSchuldendienst, online 
15.-22. Mai 2022:
Aktionswoche zur Kampagne
18.-20. Mai 2022:
Treffen der G7-Finanzminister*innen in Königswinter und Bonn
Donnerstag, 19. Mai 2022, 10:00 Uhr: Pressekonferenz in Bonn
Donnerstag, 19. Mai 2022, 14:00 Uhr:
Schuldenberg-Aktion in Bonn
Donnerstag, 19. Mai 2022, 18:00 Uhr: Expert discussion: Impending collapse or sustainable transformation? The role of the G7 in solving global debt crises in Bonn und online
26.-28. Mai 2022: Stand beim Katholikentag in Stuttgart
Freitag, 24. Juni 2022: Workshop zur globalen Schuldenkrise beim G7-Alternativgipfel “Global gerecht Wirtschaften in Krisenzeiten” in München
Samstag, 25. Juni 2022: Bündnis-Demonstration “Gerecht geht anders!” in München
26.-28. Juni 2022: G7-Gipfel der Staats- und Regierungschef*innen in Schloss Elmau (Bayern)

Das haben wir vor

Aktion „Schuldenberg“

(Donnerstag, 19. Mai 2022, 14 Uhr vor dem Alten Rathaus in Bonn)

Während die G7-Finanzminister*innen mit Blick über Königswinter und Bonn auf dem Petersberg tagen, haben wir mit einem riesigen Schuldenberg gezeigt, wie eine untragbare Schuldenlast das Erreichen der international vereinbarten Nachhaltigkeitsziele verhindert.

Aktionsbericht: Schuldenberg begräbt Entwicklungsziele (News)

Video zur Aktion (YouTube)

Poster zur Aktion am 19.05. in Bonn (PDF)

Aktionswoche: Kampagnenforderung im ganzen Land

(15.-22. Mai 2022)

Vor und während dem Finanzminister*innen-Treffen im Mai und dem Gipfel der Staats- und Regierungschef*innen im Juni wollen wir unsere Forderung an die G7 in ganz Deutschland sichtbar machen: „Globale Gerechtigkeit #stattSchuldendienst“! Zeigt, dass eure Kirchengemeinde, euer Weltladen oder Verein die Forderung mitträgt.

  • Banner-Aktion:
    Hängt dazu ein riesiges Banner der Kampagne an euren Kirchturm, Bürogebäude oder Tagungshaus. Wir erstellen gern ein passendes Banner mit eurem Logo für euch (hoch oder quer).
    Ihr habt weniger Platz? Kein Problem: Hängt einfach ein Poster mit unseren Forderungen auf! Natürlich unterstützen wir euch auch, wenn ihr eine Veranstaltung oder eine Pressemitteilung zur Aktion plant. Füllt dazu einfach das untenstehende Formular aus.
  • Social-Media-Aktion:
    Tragt die Forderung in die Sozialen Medien. Wir werden in Kürze Infografiken und Bilder zum Teilen bei Facebook, Instagram und Co. bereitstellen. Hier findet ihr die Anleitung und den Link zu den Sharepics.
  • Gottesdienst:
    Organisiert einen Gottesdienst. Füllt dazu einfach das untenstehende Formular aus und wir senden euch unsere Materialsammlung zu. Darin findet ihr Textbausteine und Anregungen zu Gebeten, Fürbitten, Predigten und Liedern.

Natürlich kommen wir auch gern als Referent*in zu Veranstaltungen, schicken euch unsere Poster-Ausstellung “Entwicklung braucht Entschuldung” und helfen euch bei der Erstellung von Texten und Pressemitteilungen.

Katholikentag in Stuttgart

(26.-28. Mai 2022)

Beim Katholikentag in Stuttgart haben wir an unserem Stand 7-OS-55 eine Miniaturversion des Schuldenbergs aufgebaut. Bilder dazu findet ihr auf unseren Kanälen bei Instagram und Facebook.

Proteste in München und Elmau

(24.-26. Juni 2022)

Aktionsbericht zum Alternativgipfel “Global gerecht wirtschaften in Krisenzeiten” am 24. Juni und zur Demo in München am 25. Juni

Dabei sein

Ihr wollt die G7 auffordern, sich endlich für faire Lösungen von Schuldenkrisen einzusetzen? Super! Bitte füllt das Formular aus oder schreibt uns eine E-Mail:


    Wir verarbeiten Ihre in diesem Formular angegebenen, personenbezogenen Daten für die Beantwortung bzw. Bearbeitung Ihrer Anfrage sowie damit sachlich zusammenhängender Zwecke einschließlich sich etwaig ergebender gesetzlicher Pflichten zur Aufbewahrung der von Ihnen angegebenen Daten. Weitere Angaben zu der Verarbeitung personenbezogener Daten sowie Ihren Rechten nach Maßgabe der Datenschutzgrundverordnung entnehmen Sie bitte unserer Datenschutzerklärung. Bei Fragen dazu, sprechen Sie uns gern direkt an.

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    Förderhinweis

    Mit finanzieller Unterstützung durch             Gefördert durch einen Zuschuss der Open Society Foundations

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