Ecuador Tagebuch: Dienstag 12.2.08: Neue Herausforderungen Japan und Israel

Jürgen Kaiser, erlassjahr.de
13. Februar 2008

Entgegen unseren Erfahrungen beim letzten Mal, beginnt das Treffen der Unterkommission super-pünktlich um 9 Uhr. Drei Kommissionsmitglieder (Karina Saenz von der Universität Cuenca, Gail und ich), und unsere vier Mitarbeiter/innen planen den Morgen über, welches Dokumente wir noch brauchen, und wer sie wie wann und auf welchem Wege beschafft. Die spannendsten noch nicht bearbeiteten Gläubiger sind Japan und Israel, und ich werde einen Teil der japanischen Verträge heute abend als Bettlektüre genießen.

Nachmittags schlägt das bürokratische Imperium dann zurück: Damit wir morgen die Archive der Zentralbank durchsuchen dürfen, brauchen wir einen Hausausweis. Also fährt die Kommission quer durch die Stadt zur Zentralbank, wartet 45 Minuten in einem Büro auf einen freundlichen Herrn, der in weiteren 45 Minuten nichts anderes tut, als von uns allen ein Foto zu machen, und es in einen künstlerisch sehr hübsch gestalteten Hausausweis einzuschweissen. Keine weiteren Fragen.

Nun eilt dem Archiv der Zentralbank der Ruf einer besseren Müllkippe voraus. Kollegen aus der Kommission haben sich schon in bösen Briefen an die ecuadorianische Regierung beschwert, das man dort absolut nichts findet. Mir wurde immerhin eine Umzugskiste mit der Aufschrift “Hermes Alemania” in Aussicht gestellt. Ich bin sehr gespannt. Aber vor diesem Hintergrund hätte man die Sicherheit vielleicht doch etwas unaufwändiger handhaben können.

Ein Kommentar zu “Ecuador Tagebuch: Dienstag 12.2.08: Neue Herausforderungen Japan und Israel

  1. Dieser Blog ist eine sehr gute Idee und sehr lebendig geschrieben. Ich sitze gerade in Sydney – also sehr sehr weit von Euch weg – und freue mich, dass ich dennoch quasi einen Blick auf die Arbeit der Kommission und Eure Arbeit dort werfen kann. Ich bin gespannt, ob Du die Umzugskiste bekommen hast und was darinnen war.

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