Schuldenerlass und mehr Geld für Gesundheit: egal woher?

Bei einem Treffen von Gesundheitsinitiativen und -Ministerien mit dem Global Fund in der Surinamesischen Hauptstadt Paramaribo habe ich das Debt2Health-Schuldenumwandlungsprogramm vorgestellt, in dem wir mit dem Global Fund eit einiegn Jahren zusammenarbeiten.

Die lange Reise hat sich gelohnt, denn gerade fĂŒr die hoch verschuldeten Staaten der Karibik ergaben sich mögliche regionale Schuldenumwandlungen als ein kleiner aber sehr spĂŒrbarer Beitrag zur Entlastung von Staaten wir Grenada oder Jamaica. Und da Debt2Health  – anders als HIPC z.b. – kein in Stein gehauenes Programm ist, ergeben sich aus den spezifischen Überlegungen zu konkreten LĂ€ndern auch immer mal neue Ideen. Von denen wiederum fallen einige eher in die bizarre Kategorie.

Ein netter Doktor von den Cayman-Inseln war beeindruckt von meiner PrĂ€sentation und berichtete dann, in seine Praxis kĂ€men regelmĂ€ĂŸig reiche Amerikaner oder EuropĂ€er, die es sich unter der steuerfreien Sonne der Inseln gut gehen ließen und oft das BedĂŒrfnis hĂ€tten, etwas Gutes zu tun. Und ob Debt2Health fĂŒr diese Zielgruppe nicht ein Angebot sie sein könnte. Beim Mittagessen nannte er dann auch einige Namen, und meine ursprĂŒngliche Skepsis gegenĂŒber einer möglichen Zusammenarbeit mit SteuerflĂŒchtlingen verwandelte sich in lauten Alarm, als er Kenneth Dart als einen der bislang verhinderten Philantropen nannte. Dart ist einer der Strippenzieher der Hedge Fund Szene, und war durch einige der Fonds in seinem undurchsichtigen Imperium Partei in mehr als einer der Geierfonds-Klagen gegen frisch entschuldete HIPCs.

Oder sollte man pragmatisch sagen, dass dieser Herr seine fragwĂŒrdigen Dollars besser fĂŒr die Umwandlung in Gesundheitsinformationen investieren sollte als in die Klage auf volle RĂŒckzahlung, wie er das bisher so nachdrĂŒcklich betrieben hat? Kommentare sind willkommen!