Wo bleibt die Insolvenzordnung für überschuldete Euroländer?

Genau diese Frage stellt sich Bernhard Emunds in der aktuellen Ausgabe des Rheinischen Merkurs. An die Idee, dass alle 50 Jahre ein Erlassjahr kommen sollte, um das akkumuliertes Reichtum gerechter zu verteilen und einen schuldenfreien Neuanfang zu ermöglichen, erinnert er die Politiker von heute. Diese spannen aber lieber kurzlebige “Rettungsschirme”, womit gerade diejenigen geschĂŒtzt werden, die fĂŒr die Schuldenkrise verantwortlich sind. Lesen Sie den Artikel “Eine faire Lastenteilung ist ĂŒberfĂ€llig” von Bernhard Emunds!

Angela Merkel: Die Banken werden nicht ungeschoren davon kommen

In der Sendung “Farbe bekennen” sprach sich Angela Merkel am 3.5.2010 fĂŒr die EinfĂŒhrung eines Insolvenzverfahrens fĂŒr bankrotte Staaten aus. Endlich, denkt erlassjahr.de, denn wir fordern schon seit den neunziger Jahren die Schaffung einer geregelten internationalen Insolvenzordnung. Die Erfahrungen des “verlorenen Jahrzehnts” haben bei den ĂŒberschuldeten EntwicklungslĂ€ndern gezeigt, dass eine nie endende Refinanzierung von Staatsschulden die Krise nur verlĂ€ngert und teurer macht. Darunter leidet immer die Bevölkerung: Entweder der Steuerzahler im Norden, oder die Ă€rmsten Schichten im SĂŒden, die mit den Folgen der Überschuldung leben mĂŒssen. Soll man die unbezahlbaren Schulden also streichen? Ja, und zwar in einem fairen Verfahren, dass klare Regeln hat – und schon lĂ€ngst gebraucht wird.

Das Interview mit der Bundeskanzlerin ist online auf der ARD-Seite zu finden. In der siebten Minute (7’30) kann man die Äußerungen zum internationalen Insolvenzverfahren nachhören. Und ĂŒbrigens: Nutzen Sie auch die Kommentarfunktion und Ă€ußern Sie Ihre Meinung zum Thema!