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23.11.30.11. | bundesweit

Vortragsreisen: Schuldenbotschafter*innen Asien

Die Schuldenbotschafter*innen kommen nach Deutschland! Die Expert*innen aus der diesjährigen Schwerpunktregion Asien und Ozeanien sprechen über die Auswirkung und Ursachen der Verschuldung ihrer Länder und die Rolle Chinas als einer der größten staatlichen Kreditgeber.
Meldet euch bei uns, wenn ihr im Zeitraum vom 23.-30. November 2019 Interesse an einer Veranstaltung mit eine*r der folgenden Referent*innen habt:
Mitarbeiter*innen von erlassjahr.de werden die Vortragsreise inhaltlich und organisatorisch begleiten.

Informationen zu den Vortragsreisen

Vortragreise mit Rodolfo Lahoy: Verschuldung in Asien und im Pazifik: Treibt China die Region in die Schuldenfalle?

122 Länder im Globalen Süden sind weltweit kritisch verschuldet, 25 davon in Asien und Ozeanien. Die Verschuldungssituation dieser Länder und die Faktoren, die die Gefahr der Überschuldung besonders akut machen, sind dabei vielfältiger als in anderen Weltregionen. In Asien gibt es aber auch Länder, die mehr Kredite vergeben, als sie aufnehmen. Dazu gehört die Volksrepublik China, die in großem Stil Kredite an ärmere Länder vergibt, mit denen diese dringend benötigte Infrastruktur ausbauen können. Doch die chinesischen Investitionen zum Ausbau der „Neuen Seidenstraße“ verschärfen auch viele Probleme in Asien und im Pazifik, auch die Überschuldung.

Rodolfo Lahoy, Schuldenbotschafter von erlassjahr.de im Jahr 2019, kommt vom 23. bis zum 30. November 2019 für eine Vortragsreise nach Deutschland und wird in seinem Vortrag folgende Fragen diskutieren: Ist Asien bereits in einer Schuldenkrise? Was sind Gründe für Überschuldung? Wie gehen überschuldete Länder in Asien mit der Schuldenkrise um? Treibt China asiatische Länder in die „Schuldenfalle“? Wie bewertet asiatische Zivilgesellschaft die Investitionen Chinas sowie die Rolle anderer Akteure?

Rodolfo Lahoy ist politischer Referent bei IBON International mit Sitz auf den Philippinen. IBON International unterstützt Bürgerinnen und Bürger bei der Einforderung und Ausübung ihrer Rechte und demokratischen Teilhabe in Ländern des Globalen Südens.

Vortragreise mit Abdul Khaliq: Pakistan in der Schuldenfalle: Selbstverschuldete Krise oder Opfer geopolitischer Machtkämpfe?

122 Länder im Globalen Süden sind weltweit kritisch verschuldet, 25 davon in Asien und Ozeanien. Pakistan ist eins dieser Länder. 2017 war das südasiatische Land faktisch pleite. Pakistan ist in der Schuldenkrise – nicht zum ersten Mal. Auferlegte Sparanpassungen führten in der Vergangenheit zu steigender Armut und verpassten Entwicklungschancen. Die Angst ist groß, dass sich die Geschichte wiederholt.

Pakistan zählt zu den wichtigsten asiatischen Empfängerländern der chinesischen Infrastrukturinitiative „Neue Seidenstraße“. Insbesondere von den USA wird der chinesischen Regierung vorgeworfen, eine Strategie der „Schuldenfallendiplomatie“ zu betreiben. Was ist dran an diesem Vorwurf?

Abdul Khaliq, Schuldenbotschafter von erlassjahr.de im Jahr 2019, kommt vom 24. bis zum 30. November.2019 für eine Vortragsreise nach Deutschland und wird in seinem Vortrag diese und folgende Fragen diskutieren: Ist Pakistan bereits in einer Schuldenkrise? Was sind die Gründe für die Überschuldung? Welche Auswirkungen hat die Krise auf die örtliche Bevölkerung? Wie bewertet die asiatische Zivilgesellschaft die hohen Investitionen Chinas sowie die Rolle anderer Akteure? Und was geht die Schuldenkrise in Pakistan uns Bürger*innen in Deutschland an?

Abdul Khaliq setzt sich seit vielen Jahren für Menschenrechte und Entschuldung in Pakistan ein. Er ist Gründer und Direktor des Institute for Social and Economic Justice (ISEJ) und Kontaktperson für die Campaign for Abolition of Illegitimate Debts (CADTM) in Pakistan.

Vortragreise mit Oyunggerel Chogdon: Führt der Ressourcenfluch in die Schuldenfalle?

Die Mongolei ist eines der Länder des früheren Ostblocks, die den Übergang von der Zentralverwaltungswirtschaft zum Kapitalismus friedlich und insgesamt erfolgreich bewältigen konnten. In den letzten Jahren zeigten sich aber die Schwächen der mongolischen Volkswirtschaft sehr deutlich: Eine hohe Abhängigkeit von wenigen exportierbaren Rohstoffen, eine sehr schmale industrielle Basis und eine traditionelle Abhängigkeit von den mächtigen Nachbarn China und Russland. 2017 führten hohe Investitionen in den Rohstoffsektor zu einem rasanten Anstieg der Auslandsschulden. Nur durch einen umfangreichen Rettungskredit aus China konnte die Zahlungsunfähigkeit abgewendet werden. Die Mongolei gehört dadurch nun allerdings zu den am höchsten verschuldeten Ländern in Asien: Die Auslandsschulden sind fast viermal so hoch wie das Bruttoinlandsprodukt des Landes.

Oyunggerel Chogdon ist wissenschaftliche Mitarbeiterin im Büro der Friedrich-Ebert-Stiftung in Ulan Bator und arbeitet dort an wirtschaftlichen und politischen Analysen zur Situation der Mongolei. Sie hat viele Jahre in Deutschland gelebt und spricht neben Mongolisch und Englisch auch Deutsch.

 

Gefördert durch ENGAGEMENT GLOBAL mit Mitteln des

Details

Beginn:
23.11.
Ende:
30.11.
Veranstaltungsort:
bundesweit
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