Schuldenkrise weltweit

Wer ist betroffen?

Der Schuldenreport 2025 zeigt, dass Länder im Globalen Süden besonders von der Schuldenkrise betroffen sind. Zu den Ländern des Globalen Südens zählen Länder, die wirtschaftlich benachteiligt sind. Zu den sehr hoch belasteten Ländern gehören Länder wie Sudan, Sambia, Sri Lanka und Suriname. Insgesamt gelten 47 Staaten als sehr hoch belastet.

Was bedeutet sehr hoch belastet?

In den nächsten drei Jahren müssen sehr hoch belastete Länder durchschnittlich mehr als 15 % ihrer Staatseinnahmen für den Schuldendienst ausgeben. Der Schuldendienst setzt sich aus den Zinsen und der Tilgung (also der Kreditrückzahlung) zusammen. Dadurch haben die Regierungen nur wenig Spielraum. Sie können weniger in die Bekämpfung von Armut investieren. Auch Geld für Schulen, Krankenhäuser oder sauberes Wasser fehlt oft.

Wo liegt das Problem?

Das weltweite Finanzsystem ist ungerecht, das zeigt der Schuldenreport 2025. Länder des Globalen Südens wird der Zugang zu finanziellen Ressourcen erschwert. Außerdem müssen sie oft sehr viel höhere Zinsen zahlen als Staaten im Globalen Norden, also wirtschaftlich besser gestellte Staaten. Bei Verhandlungen über Schuldenerlasse sitzen sie häufig nicht mit am Tisch oder sind nur unzureichend an Entscheidungen beteiligt.

Was ist der Schuldenreport?

Der Schuldenreport erscheint jedes Jahr im Frühling. Er wird von erlassjahr.de und Misereor herausgegeben. Der Bericht zeigt, wie stark Länder weltweit durch Schulden belastet sind. Er erklärt auch, welche Rolle Deutschland bei der Entschuldung spielt. Außerdem gibt der Bericht Vorschläge, wie man besser mit der weltweiten Schuldenkrise umgehen kann.